China-Importe in die EU 2026
Anti-Dumping-Zölle auf Elektrofahrzeuge, CBAM-Pflicht für Stahl und Aluminium, aktuelle TARIC-Sätze und vollständige Importkostenberechnung für Waren aus China in den EU-Binnenmarkt.
Stand Mai 2026 — Wichtige EU-Maßnahmen
E-Autos (China): 27,5%–48,5% (endgültige Ausgleichszölle seit Okt. 2024) · CBAM-Zahlungspflicht: ab Jan. 2026 für Stahl, Alu, Zement, Düngemittel · Standardzoll (TARIC): 0%–17% je nach HS-Code · EUSt: 19% auf Zollwert inkl. Abgaben
EU-Handelsmaßnahmen gegen chinesische Importe (Mai 2026)
| Produktkategorie | Zollsatz | Maßnahme | Status |
|---|---|---|---|
| Elektrofahrzeuge (8703) | 27,5%–48,5% | Anti-Dumping (vorläufig 2023, endgültig 2024) | In Kraft |
| Solarpaneele (8541) | 0% | Mindestimportpreise (MIP) teilweise aufgehoben | Beobachten |
| Stahl & Aluminium (72, 76) | 25%+ | Schutzmaßnahmen + CBAM-Pflicht ab 2026 | CBAM aktiv |
| Windturbinen (8502) | 0% | Subventionsuntersuchung (UFIT-Verfahren 2024) | Prüfung läuft |
| Textilien & Schuhe (61, 62, 64) | 12%–17% | Standardzoll; kein gesondertes AD-Verfahren | Standard |
| Medizinprodukte (90) | 0%–4,5% | Kein AD; MDR-Konformität erforderlich | Standard |
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Häufig gestellte Fragen
Die EU erhebt auf chinesische Importe den gemeinsamen Außenzoll (GAZ) nach dem TARIC-Schema — in der Regel 0% bis 17% je nach Produktkategorie. Hinzu kommen seit 2024 erhebliche Anti-Dumping- und Ausgleichszölle: Elektrofahrzeuge chinesischer Hersteller tragen 27,5%–48,5%, bei manchen Solarkomponenten gelten Mindestpreise. Ab 2026 ist für kohlenstoffintensive Waren wie Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel und Elektrizität aus China zusätzlich das Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) meldepflichtig, auch wenn die Zahlungspflicht erst ab 2026 vollständig greift. Nutzen Sie den Zentria-Flow-Kalkulator für den aktuellen TARIC-Satz Ihres HS-Codes.
Das Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) der EU ist ein CO₂-Grenzausgleichsmechanismus, der seit Oktober 2023 in einer Übergangsphase läuft. Ab Januar 2026 müssen Importeure für bestimmte Warenkategorien aus Drittländern — darunter China — CBAM-Zertifikate kaufen, die dem in der Herstellung eingebetteten CO₂-Preis entsprechen. Betroffene Sektoren: Stahl & Eisen, Aluminium, Zement, Düngemittel, Wasserstoff, Elektrizität. Für deutsche Unternehmen, die diese Güter aus China importieren, bedeutet dies erhebliche zusätzliche Kosten, da China keinen vergleichbaren CO₂-Preis anwendet. Der EU-CO₂-Preis lag Anfang 2026 bei ca. 60–70 EUR/Tonne.
Formel für EU-Importe aus China: Gesamtkosten = CIF-Wert + (CIF × TARIC-Zollsatz) + (CIF × Anti-Dumping-Zoll, falls anwendbar) + Einfuhrumsatzsteuer 19% (auf Zollwert + Zölle) + CBAM-Kosten (für betroffene Sektoren) + Zollagenturgebühren + ggf. Verbrauchsteuer. Die Einfuhrumsatzsteuer berechnet sich auf den Zollwert inklusive aller Abgaben. Bei CBAM-Produkten ist zusätzlich der eingebettete CO₂-Gehalt der importierten Ware nachzuweisen. Zentria Flow berechnet diese Gesamtkosten automatisch auf Basis Ihres TARIC-Codes.
Ja. Die EU hat nach einer Antisubventionsuntersuchung (UFIT) im Oktober 2024 endgültige Ausgleichszölle auf chinesische Elektrofahrzeuge eingeführt: BYD 27,5% (inkl. Basiszoll), Geely 28,8%, SAIC 48,5%. Andere in der Untersuchung kooperative Hersteller zahlen 21,3%, nicht kooperative 48,5%. Die Maßnahmen gelten fünf Jahre. Deutschland hat als großer Automobilstandort gegen die Maßnahmen gestimmt, die EU-Mehrheit hat sie dennoch angenommen. Für Importeure bedeutet das eine erhebliche Verteuerung chinesischer EVs, die den Wettbewerbsvorteil gegenüber europäischen Herstellern deutlich verringert.
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